Der kunsthandwerkliche Sammlungsbestand mit religiösem Kontext im Schloss- und Spielkartenmuseum umfasst interessante und kunstgeschichtlich wertvolle Arbeiten aus dem thüringisch-sächsischen Raum. Die Sammlung wurde im Wesentlichen im 19. und 20. Jh. durch die Geschichts- und Altertumsforschende Gesellschaft des Osterlandes zu zusammengetragen.

 

Die genaue Herkunft einzelner Plastiken und Altäre sowie deren Schnitzwerkstätten sind leider nur noch teilweise belegbar. Viele der Plastiken haben sich ursprünglich in mehrfigurigen Gruppen oder in einem Altar befunden. Von 1951 bis Ende der 60-er Jahre waren die Objekte in den „Roten Spitzen” ausgestellt. Da sich dieses Bauwerk, Rest der ehemaligen Stiftskirche des Bergerklosters nämlich, und Exponate inhaltlich unisono in die Sakralgeschichte einbinden ließen, erschien dies als ein treffender Ausstellungsort.

 

Mehrere Altäre befinden sich gegenwärtig als Leihgabe in verschiedenen Kirchen: Altar des Heiligen Martin in der Nordapsis der Stiftskirche Wechselburg, Marienkrönung als Predella und Altar des Heiligen Laurentius in der St. Bartholomäikirche in Altenburg sowie Mittelteil eines spätgotischen Marienaltars in der St. Jakobuskapelle in Gera.