Residenzschloss Altenburg

Herzlich willkommen im Residenzschloss Altenburg

Uwe Strömsdörfer, Schloss- und Kulturbetrieb/Joachim Köhler MEDIADESIGN Erfurt (Drohnenaufnahmen)


Neue Schau im Residenzschloss Altenburg

Knapp 100 Jahre nach der Abdankung des letzten Herzogs entsteht erstmals ein Ausstellungsbereich für die jüngere herzogliche Linie

Mit der neuen Ausstellung „Herzogliche Gemächer 19./20. Jahrhundert“ wird erstmals seit 1918, als der letzte Herzog von Sachsen-Altenburg abgetreten ist, die historische Flucht der fürstlichen Prachträume dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Präsentation geht auch gestalterisch neue Wege zur Vermittlung historischer Themen. Eröffnet wird sie mit einer multimedialen Performance am 23. September 2017. Der neue Ausstellungsbereich umfasst insgesamt neun Räume, die sich auf der ersten Schlossetage im barocken Corps de Logis erstrecken. Hier wird das Wirken der fünf Herzöge seit dem Jahr 1826 dargestellt. Ihre Regierungszeit, die auch als diejenige der jüngeren Linie von Sachsen-Altenburg bekannt ist, begann mit der Neuordnung der thüringischen Länder, welche durch den Tod des kinderlosen Herzog Friedrich IV. von Sachsen-Gotha-Altenburg notwendig geworden war. Um die historische Themenvielfalt zu vermitteln, wurde eine Ausstellungskonzeption gewählt, die auf multimediale und vor allem visuelle Darstellungsformen setzt.

Ausstellungseröffnung

Im Hinblick auf die Vielzahl der eingeladenen Gäste wird ein begrenztes Kontingent von Restkarten zur Verfügung stehen. Anmeldungen hierfür werden ab dem 20. September 2017 entgegengenommen. Sie werden in Reihenfolge ihres Eingangs und nach Verfügbarkeit berücksichtigt. Die Karten sind kostenfrei (Tel. 03447/51 27 10 oder info@residenzschloss-altenburg.de) zu erhalten. Am Samstag, 23. September 2017 wird die neue Schau ab 16.00 und bis 19.00 Uhr geöffnet sein. Ab dem 24. September 2017 ist sie im Rahmen der üblichen Öffnungszeiten des Residenzschlosses (Dienstag bis Sonntag, 9.30 bis 17.00 Uhr) zu besichtigen.

Rahmenprogramm / Führungen

Am 23.und 24. September 2017 wurden zusätzlich zur Eröffnung der Ausstellung ein umfangreiches Rahmenprogramm und zahlreiche Sonderführungen vorbereitet. (Rahmenprogramm)

„Nacht der erleuchteten Kirche“

Ein nicht alltägliches Orgelkonzert steht am Abend des 23. September 2017 in der Schlosskirche auf dem Programm. Zusammen mit einer aufwändigen Lichtshow werden das Spiel des Schlossorganisten Dr. Felix Friedrich und der Auftritt der Band TAKAYO & Teufelsgeiger zu erleben sein.Die dafür außerdem konzipierte Lasershow wird den gesamten Kirchenraum einbeziehen und diesen eindrucksvoll in Szene setzten. Die speziell für die Schlosskirche von Lichtkünstler Enrico Oswald von der Laser-Event-Company. Eibenstock vorbereitete Show mit Animationen aus Licht und Laser sorgt für ein „Konzerterlebnis der Sinne“. (Veranstaltungsplan)

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr (Einlass und Abendkasse ab 18.30 Uhr) Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Tickets sind an der Museumskasse, in der Tourismusinformation Altenburger Land sowie online über www.altenburg.travel zu erhalten.

Ausstellung deutscher Rettungsmedaillen

Seit den 1750er Jahren entwickelte sich in den deutschen Ländern die Praxis, Rettungstaten und Wiederbelebungen von Seiten des Staats und privater Einrichtungen besonders anzuerkennen. Nachdem dafür zunächst öffentliche Belobigungen erteilt und teilweise auch Geldbelohnungen ausgezahlt wurden, stiftete der preußische König Friedrich Wilhelm III. erstmals in Deutschland 1802 eine besonders zur Anerkennung von Rettungstaten gestaltete Medaille. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts schlossen sich die meisten deutschen Staaten durch eigene Stiftungen von Rettungsmedaillen diesem Vorgehen an und heute verfügen alle deutschen Bundesländer über ein solches Ehrenzeichen. Diese staatlichen Rettungsmedaillen werden durch einige nichtstaatliche Auszeichnungen ergänzt, die insbesondere von Hilfsorganisationen für Lebensrettungen im jeweiligen Wirkungsbereich ausgegeben werden.

Die Kabinettausstellung „Für Rettung aus Lebensgefahr – Anerkennungen für Rettungstaten in Deutschland“ im Residenzschloss Altenburg in Thüringen zeigt in einmaliger Vollständigkeit nahezu alle historischen und gegenwärtigen staatlichen deutschen Rettungsmedaillen, ergänzt um einige Etuis, Miniaturen, Verleihungsurkunden und Trägerfotos. Dank der Unterstützung von beinahe 40 überwiegend privaten Leihgebern liegen die allermeisten Medaillen doppelt vor und sind deswegen von beiden Seiten zu sehen. Darüber hinaus werden viele nichtstaatliche und einige private deutsche Rettungsmedaillen gezeigt und thematische Aspekte, beispielsweise der Entwurf und die Herstellung von (Rettungs-)Medaillen, die wiederholte Anerkennung von Lebensrettungen oder die Auszeichnung von jugendlichen Lebensrettern, aufgegriffen und durch Medaillen, Urkunden und weitere Gegenstände dargestellt. Insgesamt umfasst die Ausstellung etwa 320 Medaillen und 55 Etuis, über 30 Miniaturen bzw. Miniaturenketten und über 20 große Ordensschnallen sowie über 40 Urkunden und über 30 Fotos, zusammen rund 560 Exponate.

 

Dank der Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Ordenskunde e.V. liegt ein Begleitheft zur Ausstellung vor, in dem umfassende Informationen zu allen staatlichen deutschen Rettungsmedaillen von 1802 bis in die Gegenwart gegeben werden.