Residenzschloss Altenburg
Bernhard von Lindenau Ausstellung
Torhaus
Blick über die Stadt
Skatheimat
Stuck Detail
Residenzschloss Altenburg
Festsaalflügel bei Nacht
Landschaftsuhr im kurfürstlichen Residenzgemach
Deckengemälde im Teehaus
Orangerie Eingang
Guss Prinzenraub
Vorraum Festsaal

Herzlich willkommen im Residenzschloss Altenburg

Ausstellungseröffnung: Kilian Müllers Hommage an die „Hüter der Kirche“

Idyllische Dorflandschaften, bröckelnde Wände und alte, einsame Menschen, die sich um verlassene Kirchenburgen kümmern – all das hat der Fotograf Kilian Müller 2014 mit seiner Kamera in Siebenbürgen festgehalten und zum Thema seiner Abschlussarbeit an der Berliner Ostkreuzschule für Fotografie gemacht. Daraus ist die Ausstellung „Hüter der Kirche – ein fotografisches Essay“ resultiert, die ab dem 29. Mai in der Schlosskirche des Residenzschlosses Altenburg (14:00 Uhr) gezeigt wird. In den Fotos seien „kleine, leise Geschichten“ abgebildet, „die zum Nachdenken einladen und zum Gespräch anregen“, sagte Gerhild Rudolf, Leiterin des Teutsch-Hauses in Hermannstadt, bei der Vernissage im März 2015. So zeigt das Bild auf dem Ausstellungsplakat eine „Kirchenhüterin“, die eine zerrissene Fahne in den Händen hält und resigniert in die Kamera blickt. Ähnlich starke Symbole, dokumentarisch festgehalten, sind für die gesamte Schau charakteristisch. Bescheidene Verhältnisse, ärmliche Küchen, verregnete Landschaften – der Fotograf scheint zunächst nur Traurigkeit und Öde in den siebenbürgischen Dörfern zu suchen. Doch entdeckt er gerade bei den „Hütern der Kirchen“ ein offenes Herz, viel Würde und einen leisen Beitrag zum Erhalt eines wertvollen Kulturguts, deren Träger heute fern der Heimat leben.

„Ich habe großen Respekt vor diesen Menschen, die trotz ihres Alters und ihrer isolierten Situation die Aufgabe stemmen, das kulturelle Erbe ihrer Herkunft zu verwalten“, erklärte Kilian Müller bei der Ausstellungseröffnung in Hermannstadt. „Meine fotografische Arbeit verstehe ich deshalb weniger als einen Abgesang auf die sächsische Kultur, sondern als Hommage an die Menschen, die in ihrer Haltung und ihrer Lebensform eben jene verkörpern und bewahren.“. Die Ausstellung findet in Kooperation mit mit dem Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim statt.

Vgl. Siebenbürgische Zeitung, 13.April 2015

Pfingstmatinee: „Aufgespielt – Rendezvous der Künste“

Im Rahmend der Thüringer Schlössertage 2016 laden wir Sie, sehr geehrte Damen und Herren, recht herzlich am Sonntag, dem 15. Mai 2016 ab 11 Uhr zu einer Pfingstmatinee ins Altenburger Residenzschloss ein. Die Thematik „Aufgespielt – Rendezvous der Künste“ gestattet ein facettenreiches Angebot, das es gilt zu entdecken. Mit „Eisenkunstguss und Schach“ ist im Altenburger Schloss die einzigartige Privatsammlung des langjährigen Präsidenten der Chess Collectors International, Dr. Thomas Thomsen, zu Gast.

Meint man, vollendete Schachfiguren nur in Holz, Elfenbein, Keramik oder aus Edelmetall erwarten zu können – der besonderen Ästhetik des Eisenkunstgusses kann man sich nicht entziehen.

Mit der Präsentation schaut das Spielkartenmuseum gewissermaßen über den Tellerrand und huldigt dem populärsten Brettspiel Europas.

Ausstellungseröffnung: Aufgespielt – großes Theater auf kleinen Karten

Im Rahmen der Thüringer Schlössertage, an denen man sich in diesem Jahr zu einem Rendezvous der Künste verabredet, wartet das Schlossmuseum mit großen Dichtern und Komponisten, musikalischer und tänzerischer Unterhaltung sowie moderner Popkultur auf – und all das in Form von Spielkarten. Unter dem alles überschreibenden Thema Aufgespielt!, das zu Pfingsten an einer Reihe von einstigen Fürstensitzen des mitteldeutschen Landes auf unterschiedliche Weise umgesetzt wird, öffnet bereits am 8. Mai in den herzoglichen Räumen des Residenzschlosses eine Sonderausstellung. „Wir zeigen mit zum Teil seltenen, fein gestalteten und kuriosen, modernen Exponaten, wie vielfach und auf unterschiedlichste Weise Spielkarten dem Motto Aufgespielt! folgen“, erklärt der für die Ausstellung verantwortliche Museumsmitarbeiter, Florian Voß.

Da trifft man auf große Komponisten, wie Wagner oder Strauss in einer „Opernkarte“ oder auf Shakespeare, Goethe & Co. im „literarischem Quartett“. Klassisches und beliebtes Thema scheint hier auch die „Vogelhochzeit“ zu sein, die sich in einigen Varianten findet. Wer es moderner mag, trifft sich mit „Elvis“ zum Pokerspiel oder der Queen of Pop „Madonna“ auf eine Runde Skat. Außergewöhnlich, weil sehr selten und auf eine Auflage von 9999 Stück limitiert, ist das Schweizer Rommé von G. Rodo-Boulanger. Jede Menge großes Theater also, was sich auf den seit dem 14. Jahrhundert auch in Europa verbreiteten „Spielzeug“ findet.

Zum ersten Mal wird hier auch das von dem Altenburger Maler, Grafiker und Bildhauer Otto Pech, genannt Pix, geschriebene Skat-Theaterstück ausgestellt. Es wurde lediglich zwei Mal im Theater aufgeführt, 1927 und 1929 anlässlich des hier stattfindenden Skatkongresses. Die feinen Originalzeichnungen, die in dem charakteristischen Pix-Stil gestaltet sind, bezaubern durch ihre lebendige und ausdrucksstarke Wirkung.