Residenzschloss Altenburg

In 100 Sekunden durch unsere Schlosswelt: Sehenswürdigkeiten und Event-Locations

Uwe Strömsdörfer, Schloss- und Kulturbetrieb/Joachim Köhler MEDIADESIGN Erfurt (Drohnenaufnahmen)


„Puppenstuben und Kaufmannsläden aus zwei Jahrhunderten“ zur Weihnachtszeit im Residenzschloss

Uwe Strömsdörfer, Schloss- und Kulturbetrieb


Die große Welt im Kleinen: „Puppenstuben und Kaufmannsläden aus zwei Jahrhunderten“ sind in der diesjährigen Weihnachtsausstellung auf dem Residenzschloss Altenburg zu sehen. Die Ausstellungseröffnung am 3. Dezember ist Teil des erstmals vom Schloss- und Kulturbetrieb veranstalteten „Advent im Schloss“.

Die Ausstellung lässt Alltagsszenen des häuslichen und öffentlichen Lebens in Miniaturdarstellungen aufleben. In den Küchen toben die Kinder, im Nostalgie-Musikzimmer zeigt man sich gutbürgerlich distinguiert, in der Gründerzeitwohnstube leuchtet der Weihnachtsbaum. Modelle von Bauernhöfen zeigen das liebe Vieh und an einer Weihnachtsmarktbude werden gute Waren feilgeboten. Derartige und noch viel mehr Szenen sind in den über sechzig Exponaten, die durch ihre Detailverliebtheit bestechen, zu entdecken. Mit diesem reichen Spektrum ist die Schau auch ein Spiegel der Kulturgeschichte der Puppenstube im sächsischen Raum in der Zeit um 1800 bis 1960. Die Sammlung wurde über vier Jahrzehnte von Frank und Hella Müller aus Zwönitz im Erzgebirge zusammengetragen.

Die Ausstellung ist bis zum 25. Februar 2018 zu den üblichen Öffnungszeiten des Residenzschlosses von Dienstag bis Sonntag (9.30-17.00 Uhr) zu sehen. Am ersten Weihnachtstag sind die Türen von 13 bis 17 Uhr, am zweiten Weihnachtstag von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet. Zu Silvester wird zwischen 9.30 und 15 Uhr eingelassen. Der Eintrittspreis für die Weihnachtsausstellung beträgt 3 €, für Kinder bis 6 Jahre ist er frei

 

Neuer Ausstellungsbereich HERZOGLICHE GEMÄCHER 19./20. JAHRHUNDERT

Im Herbst hat die Ausstellung „Herzogliche Gemächer 19./20. Jahrhundert“ eröffnet. Durch sie ist erstmals seit 1918, als der letzte Herzog von Sachsen-Altenburg abgetreten ist, die historische Flucht der fürstlichen Prachträume der ersten Schlossetage dauerhaft zugänglich gemacht. Im Verbund mit der zweiten Schlossetage, in der fürstliche Wohnkultur des 17. und 18. Jahrhunderts präsentiert wird, bietet das Residenzschloss Altenburg nun einen umfangreichen Rundgang zur Geschichte des Herzogtums Sachsen-Altenburg.

Die neue Schau zum Wirken der fünf Herzöge zwischen 1826 und 1918 umfasst insgesamt neun Räume. Sie erschließt damit im barocken Corps de Logis vollständig die zentrale Raumflucht. Um die historische Themenvielfalt zu vermitteln, wurde eine Ausstellungskonzeption gewählt, die auf multimediale und vor allem visuelle Darstellungsformen setzt. Eröffnet wurde der neuen Ausstellungsbereich mit einer multimedialen Performance am 23. September 2017.

Fotos: Jens-Paul Taubert